Disputationes Salzburg 2019

LACRIMAE – Emotionen.Trauen.

Trost

Samstag, 20. Juli 2019 bis Dienstag, 23. Juli 2019

Referenten

Malek Bajbouj

ist ein deutscher Psychiater, Psychotherapeut,
Schlafmediziner und Neurowissenschaftler. Er ist Professor
für Psychiatrie und Affektive Neurowissenschaften und leitet in dieser
Funktion das Centrum für Affektive Neurowissenschaften (CAN) an der
Charité–Universitätsmedizin Berlin. Er ist zudem kooptierter Professor am Fachbereich Erziehungswissenschaften und Psychologie an der Freien Universität Berlin, an der er den klinischen Bereich des Center for Cognitive Neuroscience Berlin (CCNB) leitend verantwortet. Malek Bajbouj
hat an den Universitäten Mainz, Frankfurt und Zürich Humanmedizin
studiert und zudem an der Steinbeis-Universität und der Universität St. Gallen einen Master in Business Administration erworben. Wissenschaftlich gehen Professor Bajbouj und sein Team der
Frage nach, auf welche Weise Emotionen das menschliche Leben leiten und wie diese zur Steigerung
des Wohlbefindens oder zur Behandlung von Depressionen beeinflusst werden können.
Bajbouj hat für seine wissenschaftlichen und humanitären Tätigkeiten zahlreiche Preise (u. a. den Else-Kröner-Fresenius-Preis) erhalten, insgesamt mehr als zweihundert wissenschaftliche Artikel
veröffentlicht und leitet eine Vielzahl an nationalen und internationalen Verbundprojekten in den  Themenfeldern Emotionsforschung und affektive Störungen.

Shmuel Barzilai

wurde in Jerusalem als Sohn einer bekannten Kantorenfamilie
geboren. Er studierte an Yeshivot (Thora-Hochschule) in Israel. Der Wiener Kantor Zalman Polak und Kantor Moshe Stern sorgten für seine kantorale Grundausbildung. Er ist Absolvent des Instituts für Musik und kantoralen Gesang in Tel Aviv. An der Universität Wien studierte er Philosophie und Judaistik. Seit 1992 ist Shmuel Barzilai Oberkantor der Israelitischen
Kultusgemeinde Wien. Seine Gesangskunst ist sehr geschätzt
und er wird weltweit eingeladen, Konzerte und Auftritte zu geben u. a.
musizierte er mit philharmonischen Orchestern. Sein vielseitiges Können
ist auf mehreren CDs dokumentiert. 2007 veröffentlichte Barzilai das Buch „Musik und Ekstase im Chassidismus“. 2017 wurde Shmuel Barzilai das „Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ verliehen.

Josef Bruckmoser

ist Theologe, Wissenschaftsjournalist und Buchautor. Studium der Theologie und Kommunikationswissenschaften,
Universität Salzburg. Er war zehn Jahre lang Pressereferent der Erzdiözese
Salzburg und 30 Jahre lang (bis Februar 2019) Redakteur der „Salzburger
Nachrichten“. Bruckmoser hat zahlreiche Berichte, Reportagen und Interviews zu pädagogischen und philosophischen, kirchenpolitischen und
weltanschaulichen Themen verfasst. Er wurde dafür am 1. Juli 2019 von
Landeshauptmann Wilfried Haslauer mit dem René-Marcic-Preis ausgezeichnet. Derzeit ist Josef Bruckmoser ständiger freier Mitarbeiter der „Salzburger Nachrichten“ für die Wochenend-Seite „Geist & Welt“, die er kreiert hat. Im September 2019 erscheint sein Buch in Kooperation mit Bischof Erwin Kräutler, Brasilien: „Erneuerung
jetzt – Impulse zur Kirchenreform aus Amazonien“. 2018 ist das Buch „Von Engeln, Helden und Menschen – Bibelgeschichten quergeschrieben“ erschienen.

Anton A. Bucher

Schweizer Universitätsprofessor
für Religionspädagogik am Fachbereich Praktische Theologie, Universität Salzburg; Fachbereichsleiter Praktische Theologie; Lehrbeauftragter an den Fachbereichen Erziehungswissenschaften und
Psychologie und Vater von sechs Kindern. Studium der Theologie und
Pädagogik Universität Fribourg; Promotion zum Dr. theol. und Habilitation im Fach Religionspädagogik Universität Mainz; Habilitation im Fach
Erziehungswissenschaften Universität Fribourg. Mitgliedschaften: AKRK;
Internationale Gesellschaft für Religionspsychologie; Arbeitsgemeinschaft
Empirisch-Pädagogische Forschung, Vorsitzender des Kuratoriums der Internationalen Pädagogischen
Werktagung. Kernkompetenzen: Empirische Erforschung der religiösen Entwicklung von Kindern; Empirische Untersuchungen zum Religionsunterricht; Evaluation der Ethikschulversuche in Österreich, Glücksforschung; Psychologie der Spiritualität, Spirituelle Erziehung.

Erhard Busek

Gründer und Präsident des Vereins „Disputationes Salzburg“, Jean Monnet Professor ad personam, Vizekanzler und
Bundesminister a.D.; Studium der Rechtswissenschaften, danach Parlamentssekretär, 1972–1976 Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes und der Österreichischen Volkspartei, 1976–1987 Stadtrat bzw. Vizebürgermeister in Wien, 1989–1994 Wissenschaftsminister,
1991–1995 Vizekanzler und ÖVP-Bundesparteiobmann, 1994–1995 Unterrichtsminister.
2002–2008 Sonderkoordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa, 1997–2012 Präsident des Europäischen Forums Alpbach, 2004–2009 Rektor der Fachhochschule Salzburg. U. a. Vorsitzender des Institutes für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), Koordinator der Southeast European Cooperative Initiative (SECI) sowie Präsident des EU-Russia Centre.

Ruth Mätzler

ist Psychoanalytikerin, Autorin und Mitherausgeberin wissenschaftlicher Texte. Nach dem Studium der Kunstgeschichte und der Archäologie in Göttingen, Bonn und Rom wechselte
sie das Fach. Es folgte ein Studium der Pädagogik, Psychologie und Soziologie
in München. Nach langjähriger Berufstätigkeit als Psychotherapeutin
nahm sich Ruth Mätzler eine Auszeit von der Praxis, um sich mit dem Thema „Kitsch in Beziehungen“ zu beschäftigen. Sie untersuchte
Verbindungen, die nicht von echter Anteilnahme sondern von einer
vordergründigen Pseudo-Emotionalität geprägt sind und schaute dabei
„hinter die Fassade sentimentaler Inszenierungen“ (so der Untertitel ihrer
Arbeit). 

Elisabeth M. Messmer

F.E.B.O., hat das Medizinstudium an
der Ludwig-Maximilians-Universität München 1990 abgeschlossen. Anschließend war sie im Rahmen eines DFG-Stipendiums Research Fellow
an der Massachusetts Eye and Ear Infirmary, Harvard Medical School,
Boston. Ihre Ausbildung zur Fachärztin für Augenheilkunde absolvierte sie von 1993–1997 an den Augenkliniken Würzburg und LMU München.
Seit Juni 1997 ist sie Oberärztin an der Augenklinik der LMU München, seit Januar 2014 appl. Professorin. Sie ist klinisch und chirurgisch tätig im Bereich Hornhaut, Augenoberfläche und entzündliche Erkrankungen des
vorderen Augenabschnitts. Zusätzlich ist sie Leiterin der Abteilung „Ophthalmopathologie“ an der LMU Augenklinik München. Ihr spezielles wissenschaftliches Interesse gilt dem trockenen, aber auch dem weinenden Auge.

Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum

ist seit 1988 Redakteurin der ORF Wissenschaftsredaktion, von 2000–2017 Producerin der Ö1 Radio-Reihe
„Salzburger Nachtstudio“, ab 2006 „CityScienceTalk“ und seit 2018 Konzeption „WissensART“ für ORF III. Außerdem Coach für Medienkompetenz
u.a. an der Medizinischen Universität Wien und Autorin. Vorsitzende des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten 2006–2012,
Mitglied im Board der EUSJA, (Europäische Wissenschaftsjournalisten bis 2012), Präsidiumsmitglied der Bildungsarchitektinnen, Gründungsmitglied und derzeit Vorsitzende des Vereins „Alters.KULTUREN“ Verein für
kreative Lebensgestaltung und „WissensART“. Mitglied des F & T Forschung und Technologierat
des Rektors der TU Graz. Mehrfache Auszeichnungen u. a. 2002 Staatspreis für Wissenschaftsjournalismus,
2008 Staatspreis für Bildungsjournalismus, 2008 Inge Morath Preis des Landes Steiermark für Wissenschaftspublizistik, 2012 Kardinal Innitzer Würdigungspreis.

Thomas Nunner

ist bayerischer Kammerschauspieler und seit 1996 Ensemblemitglied des Staatstheaters Nürnberg. Er erhielt seine Ausbildung in Wien an der Schauspielschule des Volkstheaters. Nach Arbeiten in Wien, Graz und Bregenz folgte ein Engagement an den Städtischen Bühnen Münster, wo er auch für den WDR arbeitete und den Darstellerpreis des Theatervereins bekam. 1996 wurde er von Holger Berg nach Nürnberg engagiert und ist seit dem Ensemblemitglied. 2011 wurde er zum bayerischen Kammerschauspieler ernannt. Nunner arbeitet gerne und
regelmäßig als Sprecher für den Bayerischen Rundfunk, das Nürnberger
Kammermusikfestival, das Ensemble „Kontraste“ und andere.

 

Helga Rabl-Stadler

ist seit dem 26. Jänner 1995 Präsidentin
der Salzburger Festspiele. 1970 Promotion zum Doktor der Rechte an der Universität Salzburg. Danach Übersiedlung nach Wien, wo sie als Journalistin in den Wirtschafts- und Politikressorts der Zeitungen „Die Presse“, „Die Wochenpresse“ und „Kurier“ tätig ist. 1983 Eintritt in den Familienbetrieb Modehaus Resmann in Salzburg. Parallel dazu 1983–90 Mitglied
des Nationalrats (ÖVP). Ab 1991 stellvertretende Bundesparteivorsitzende (ÖVP). Ab 1988 Wirtschaftskammerpräsidentin in Salzburg. Am 11. November 1994 Rücktritt von allen politischen Funktionen.

Claudia Schmidt-Hahn

ist Gründerin und Geschäftsführerin
des Vereins „Disputationes Salzburg“. Von 2002 bis 2018 Geschäftsführerin
des Herbert-Batliner-Europainstituts in Salzburg und in dieser Funktion ab 2012 verantwortlich für die Disputationes im Rahmen der Ouverture spirituelle der Salzburger Festspiele; Studium der Rechtswissenschaften in Salzburg, Paris und Innsbruck (Schwerpunkt Europarecht); Promotion 2010; Postgraduales Universitätszertifikat „Kulturmanagement und kulturelle
Produktion“ der Universität Salzburg. Seit November 2018 Co Geschäftsführerin
des Vereines der Freunde der Salzburger Festspiele.

Edith Tutsch-Bauer

war von 1998 bis 2016 Leiterin und Inhaberin des Lehrstuhls für Gerichtliche Medizin an der Paris Lodron Universität Salzburg (seit 2004: Interfakultärer Fachbereich Gerichtsmedizin und Forensische Neuropsychiatrie). Studium
der Humanmedizin an der LMU-München 1971–1978, Approbation
1978, Promotion 1979. Ab 1978 Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Rechtsmedizin der Universität München, 1983 Übernahme der Abteilung Serologie am Institut für Rechtsmedizin München, 1989 Habilitation: „Serologische Identifizierungsmöglichkeiten bei Massenkatastrophen“, 1997 Ernennung zur Universitätsprofessorin an der Universität München. Einsätze im Kosovo im Auftrag des Kriegsverbrecher-Tribunals in Den Haag (Exhumierung von Massengräbern), nach dem Brand im Tauerntunnel bzw. in Kaprun, zur Obduktion und Identifizierung der Tsunami-Opfer in Thailand bzw. Sri Lanka sowie nach dem Einsturz der Eishalle in Bad Reichenhall.

Laura de Weck

ist eine Schweizer Autorin und Schauspielerin. Sie studierte Schauspiel an der Hochschule der Künste Zürich. Bis 2009 war sie Ensemble-Mitglied am Schauspielhaus Hamburg. In dieser Zeit schrieb sie ihr erstes Theaterstück LIEBLINGSMENSCHEN, das am Nationaltheater Mannheim und am Theater Basel doppel-uraufgeführt, für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert und inzwischen in viele Sprachen übersetzt wurde. Auch weitere Stücke wie SUMSUM oder FÜR DIE NACHT werden auf der ganzen Welt aufgeführt. Laura de Weck inszeniert eigene Performances. Mit ihre Lecture-Performance DIREKT DEMOKRATISCH
LOVE ist sie gerade in Deutschland und der Schweiz auf Tour. Ausserdem schreibt sie seit 2011 szenische Kolumnen für die Schweizer Tageszeitung „Tages Anzeiger“, die 2016 im Sammelband „Politik und Liebe machen“ bei Diogenes erschienen sind. 2018 erhielt Laura de Weck das Werkjahr
der Stadt Zürich und sie ist seit 2019 feste Kritikerin im „Literaturclub“ des Schweizer Fernsehens.

Dietmar W. Winkler

ist seit 2005 Professor für Patristik und Kirchengeschichte und Gründungsdirektor des ZECO
– Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens an der Universität
Salzburg (Salzburg). Studium der Fachtheologie, Deutschen Philologie,
Alten Geschichte und Religionspädagogik in Graz, Genf, Innsbruck. 1995 Promotion zum Doktor der Theologie in Innsbruck, 2000 Habilitation für Patrologie, Dogmengeschichte und Ökumenische Theologie. 2003 bis 2005 Associate Director der Division of Religious and Theological Studies der Boston University. Fulbright-Scholar an der St. John‘s University Collegeville, Minnesota (2001); Gastforscher an der Mahatma Gandhi University Kottayam, Indien
(1998), Harvard University, USA (2012), Université Aix-Marseille, Frankreich (2018). U. a. Vorsitzender der Stiftung Pro Oriente Salzburg und Konsultor im Päpstlichen Rat für die Einheit der
Christen (Vatikan).

Thomas Wizany

lebt und arbeitet als Karikaturist und
Architekt in Salzburg. Nach dem Studienabschluss an der Akademie der
bildenden Künste in Wien in der Meisterschule von Prof. Gustav Peichl,
folgten längere Studienaufenthalte in Dijon und Siena. Seit 1987 zeichnet
Wizany täglich für die „Salzburger Nachrichten“, wo seine Karikaturen
jeden Samstag auf der Titelseite erscheinen. Zudem verfasst er zahlreiche
Cartoons und Buchillustrationen und veröffentlicht in anderen Medien,
wie beispielsweise im „Spiegel“. 2007 erhielt Thomas Wizany einen der
renommiertesten Publizistikpreise Österreichs, den René-Marcic-Preis.
Gänzlich aus seiner Feder sind die Karikaturbände „Der Durchblick / Karikaturen
1994–2004“ und „Strichcodes / Karikaturen 2005–2010“ und zuletzt erschienen „gezeichnet,
T. Wizany / Karikaturen 2011–2017“. Neben seinen Karikaturen widmet sich Wizany der Ausstellungsgestaltung. So entstanden in den Jahren 2005 bis 2014 die Neugestaltung von Mozarts
Geburtshaus in Salzburg, das Mozarthaus in St. Gilgen am Wolfgangsee und das Museum
St. Peter im Salzburger DomQuartier. Im April 2019 wurde die Ausstellung „300 Jahre Leopold Mozart“ im Mozart-Wohnhaus Salzburg eröffnet.